Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit WiWo:

Kassel

Niveauranking 29 Dynamikranking 1

Kassel ist die dynamischste Großstadt Deutschlands - hat jedoch wenig Jobs, und immer mehr Bürger sind verschuldet

Kassel belegt mit 47,6 Punkten Niveaurang 29 unter den 50 einwohnerstärksten Städten in Deutschland. Dies ist das Ergebnis des achten wissenschaftlichen Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Beim Dynamikranking, das die Entwicklung im Zeitraum 2005 bis 2010 widerspiegelt, kommt Kassel mit 58,86 Punkten auf Platz eins. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Wirtschaftsleistung und Hochqualifizierte. Wo Kassels Stärken liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

Niveauranking

  • Mit einem Pendlersaldo von 19,8 je 100 Einwohner belegt Kassel Rang sieben im INSM-WiWo-Vergleich der 50 größten Städte.
  • Das Bruttoinlandsprodukt erreichte 2010 in Kassel einen Wert von 45.981 Euro je Einwohner. Im Durchschnitt lag die Wirtschaftsleistung je Einwohner bei 38.166 Euro. Damit kommt Kassel auf Platz elf.
  • 68,1 Prozent aller befragten Unternehmer beurteilen Kassel in einer Umfrage der IW Consult und der Universität Bonn als wirtschaftsfreundlich. Der Durchschnitt liegt bei 63,3 Prozent Positivantworten. Platz zwölf für Kassel.

Dynamikranking

  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Kassel stieg von 2005 bis 2010 um 13,9 Prozent. Im Mittel aller Städte verbesserte sich dieser Wert um 6,6 Prozent. Kassel kommt damit auf Rang zwei.
  • Von 2005 bis 2010 sank die Arbeitslosenquote in Kassel um 8,7 Prozentpunkte. Im Schnitt fiel sie innerhalb dieser Zeit um 4,5 Prozentpunkte. Rang zwei für Kassel.
  • Das durchschnittlich verfügbare Einkommen verbesserte sich in Kassel von 2005 bis 2010 um 10,5 Prozent. Im Schnitt der 50 größten Städte lag der Anstieg bei 7,4 Prozent. Platz acht.

Schwächen

Niveauranking

  • 15,8 Prozent der über 18-Jährigen in Kassel sind nach Definition der Organisation creditreform privat hoch verschuldet. Im Schnitt der 50 größten Städte Deutschlands sind es 11,9 Prozent. Platz 48 für Kassel.
  • Im Jahr 2010 hatten in Kassel 33,0 Prozent aller Einwohner ab 55 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Rang 47. Im Mittel aller 50 untersuchten Städte erreicht der Anteil älterer Beschäftigter ein Niveau von 37,8 Prozent.
  • 2010 waren in Kassel 53,5 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 56,8 Prozent. Platz 45 für Kassel.

Dynamikranking

  • In den Jahren 2005 bis 2011 stieg in Kassel der Anteil von privat hoch verschuldeten Personen um 0,6 Prozentpunkte. Diese Entwicklung hat Platz 47 zur Folge. Im Mittel aller untersuchten Städte sank der Anteil der Verschuldeten um 0,9 Prozentpunkte.
  • Der Anteil der aufgeklärten Fälle an allen gemeldeten Straftaten fiel in Kassel von 2005 bis 2010 um 1,8 Prozentpunkte. Im Mittel aller untersuchten Städte verbesserte sich die Aufklärungsquote um 0,9 Prozentpunkte. Platz 42.
  • Die Einkommensteuerkraft in Kassel stieg in den Jahren 2005 bis 2009 um 16,3 Prozent. Im Schnitt aller Städte im Ranking verbesserte sie sich um 27,0 Prozent. Platz 40.

Das vollständige Profil von Kassel als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen des Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über Kassel Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.