Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit WiWo:
Bonn Platz 15
Beim Niveau noch unter den ersten Zehn - aber Defizite bei der Wirtschaftsfreundlichkeit
Bonn belegt mit 107,3 Punkten Platz 15 von insgesamt 50 untersuchten Großstädten im sechsten wissenschaftlichen Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der WirtschaftsWoche. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Einkommen, Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote. Die Gesamtbewertung für jede Stadt setzt sich aus den aktuellen Daten (Niveau-Ranking) sowie den Veränderungen im Zeitraum 2003-2008 (Dynamikranking) zusammen. Beim Niveau-Ranking kommt Bonn mit 59,5 Punkten auf Platz zehn und beim Dynamikranking mit 47,8 Punkten auf Platz 38. Wo die Stärken von Bonn liegen und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
Niveauranking
- Beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung - zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt - widerspiegelt, erreicht Bonn einen Indexwert von 137,7 Punkten. Platz zwei im Städtevergleich.
- 19,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bonn haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Im Mittel beläuft sich der Anteil Hochqualifizierter auf 12,4 Prozent. Rang vier für Bonn.
- Auf 100 Einwohner in Bonn kommen statistisch betrachtet 5,8 ALG-II-Empfänger. Im Schnitt aller untersuchten Städte sind es 8,5 Bezieher von Arbeitslosengeld II. Rang sieben.
Dynamikranking
- Der Anteil Hochqualifizierter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bonn verbesserte sich in der Zeit von 2003 bis 2008 um 1,9 Prozentpunkte. Im Mittel ist er um einen Prozentpunkt gestiegen. Bonn erreicht damit Platz fünf.
- Bonn erlebte in der Zeit von 2003 bis 2008 einen Einwohner-Zuwachs von 2,2 Prozent - Rang neun. Im Durchschnitt aller untersuchten Städte wuchs die Einwohnerzahl um 0,4 Prozent.
- Von 2003 bis 2008 stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) je Einwohner in Bonn um 16,3 Prozent. Im Mittel der 50 Städte wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 13,3 Prozent. Daraus ergibt sich Platz 13 für Bonn.
Schwächen
Niveauranking
- 46,3 Prozent aller befragten Unternehmer beurteilen Bonn in einer Umfrage der IW Consult und der Universität Bonn als wirtschaftsfreundlich. Der Durchschnitt liegt bei 58,4 Prozent Positivantworten - Platz 47 für Bonn.
- 2008 waren in Bonn 53,0 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren abhängig beschäftigt. Im Durchschnitt aller untersuchten Großstädte liegt die Arbeitsplatzversorgung bei 55,9 Prozent - Platz 44 für Bonn.
- 24,4 Prozent (Durchschnitt: 32,7 Prozent) aller befragten Unternehmen in Bonn attestieren ihrer Stadtverwaltung einen guten Umgang mit den öffentlichen Finanzen. Damit belegt Bonn beim Indikator "Kostenbewusstsein" Platz 39.
Dynamikranking
- Die Einkommensteuerkraft in Bonn stieg in den Jahren 2003 bis 2007 um 0,7 Prozent. Im Schnitt aller Städte im Ranking verbesserte sie sich um 13,3 Prozent. Platz 50.
- Von 2003 bis 2008 sank die Arbeitslosenquote in Bonn um 0,3 Prozentpunkte. Im Schnitt fiel sie innerhalb dieser Zeit um 1,9 Prozentpunkte. Rang 45 für Bonn.
- Der Anteil der aufgeklärten Fälle an allen gemeldeten Straftaten fiel in Bonn von 2003 bis 2008 um 2,1 Prozentpunkte. Im Mittel aller Städte verbesserte sich die Aufklärungsquote um 2,7 Prozentpunkte. Platz 44.
Das vollständige Profil als PDF-Download
Hier finden Sie alle Informationen des Städterankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über Bonn Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswertenherunter.





